Einladung zur Weiterbildung zum Thema Stottern am 09./10.09. 2016

Thema der Weiterbildung: „Bausteine der Therapie mit stotternden Vorschulkindern „

 

Inhalt der Weiterbildung:

 

Wenn bei Kindern Sprechunflüssigkeiten auftreten, ergeben sich häufig sowohl für die Eltern als auch für Sprachtherapeutinnen große Unsicherheiten: Ist das schon Stottern? Wie kann man helfen? Wann ist welche Therapie sinnvoll?

 

In diesem Seminar werden mit Klientenbeispielen die verschiedenen Formen von Sprechunflüssigkeiten und Stottern sowie Möglichkeiten der qualitativen Differenzialdiagnostik vorgestellt. Daraus werden, dem Grundgedanken der ICF folgend, individuell bedeutsame Therapieziele und -schritte abgeleitet. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf der praktischen Vorstellung und Erprobung verschiedener Therapiebausteine, z.B. zu Aufbau, Ausdehnung und Automatisierung flüssigeren Sprechens, zur offenen Auseinandersetzung mit Stottern und Sprechunflüssigkeiten, zum therapeutischen Modellhandeln, etc. Die Teilnehmerinnen erhalten umfassend Gelegenheit, die Methoden und Materialien der Therapie praktisch zu erproben. Aspekte des Transfers, der Elternberatung und der Optimierung von Kontextfaktoren werden systematisch einbezogen.

 

 

 

Referentin: Dr. Claudia Iven

 

 

 

 

Wann:

 

Freitag, 09.09.2016  

 

Beginn: 09.00 Uhr

 

Ende:    16.30 Uhr

 

Mitgliederversammlung  von 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr

 

 

 

Samstag, 10.09.2016

 

Beginn: 09.00 Uhr

 

Ende:    13.00 Uhr

 

 

 

Ort:

 

Praxis für Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen Beate Stoye

 

Ernst-König-Str. 5

 

06108 Halle/Saale

 

 

Unsere Sommertour 2016

An der Saale hellem Strande... so lautet der Titel des Volksliedes über unsere Stadt Halle. In diesem Jahr hat sich das Team der Sprachtherapie Beate Stoye den hellen Strand an der Saale genauer angeschaut. Die Sommertour begann mit einer Schifffahrt entlang der Peißnitz bis zur Rabeninsel. Es war sehr interessant, die Stadt Halle aus dieser Perspektive zu erleben.

Nach dem Erlebnis auf dem Fluss radelte das Team vorbei an der Burg Giebichenstein zum Zoo. Nicht nur das kleine Elefantenbaby hat alle begeistert, sondern auch der beindruckende Ausblick auf unsere grüne Saalestadt vom Gipfel des Bergzoos.

09.03.-10.03. 2016 Teilnahme an der Weiterbildung : ' Einführung Bobath-Kinder-Therapie mit SI' Referentin: Simone Bouillet

Inhalt der Weiterbildung

  • Bobath-Konzept
  • Normale Bewegung
  • Abnormale Bewegung und CP - Behandlung
  • Sensorische Integration
  • Handling, Hilfsmittel, Selbstständigkeit
  • Schoßbehandlung
  • Bobath und SI
  • Neuro-Plastizität
  • Bewegungsformen bei ICP
  • Sensorische Integration - Sinne, Integration ihrer Reizeinwirkungen, ihre Endprodukte
  • Die sensorische Phase
  • Entwicklungsphasen nach Piaget
  • Vergleich Bobath/SI

Europäischer Tag der Sprachtherapie am 6. März

„Was Sprachtherapie kann“: Behandlung von sprechmotorischen Störungen

 

Mit Cowboy-Hut, verschränkten Armen und einem amüsierten Lächeln blickt Prof. Seemann, Biologe und Firmengründer, in die Kamera. Er ist einer der Patienten, dessen Geschichte in der neuen Fotoausstellung des dbs erzählt wird. „Was Sprachtherapie kann“ (www.dbs-ev.de/was-sprachtherapie-kann.html) zeigt mit ausdrucksstarken Portraits und informativen Texttafeln, wie wirksam moderne Therapien sind und wie sehr sie die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

 

Denn Prof. Seemann ist seit 10 Jahren an Parkinson erkrankt. Eine Folge der Erkrankung ist eine kraftlose, leise und monotone Sprechweise, die das Gesagte häufig unverständlich macht. Fachleute sprechen in diesem Fall von einer Dysarthrie. Dysarthrien gehören genauso wie Sprechapraxien zu den sog. sprechmotorischen Störungen (Sprechstörungen), bei denen die Atmung, die Stimmgebung und die Artikulation beeinträchtigt sein können. Höhere sprachliche Leistungen (z.B. Satzbau, Wortfindung, Lesen und Schreiben) sind anders als bei einer Sprachstörung (Aphasie) aber nicht betroffen.

 

In einer speziell auf ihn abgestimmten, intensiven sprachtherapeutischen Behandlung hat Prof. Seemann gelernt, wieder laut und deutlich zu sprechen. Sowohl seine Freunde als auch die behandelnde Ärztin waren vom Therapieerfolg tief beeindruckt.

 

Am Europäischen Tag der Sprachtherapie am 6. März machen daher Sprachtherapeuten in ganz Europa auf ihr umfangreiches Fachwissen und ihre verschiedenen Spezialisierungen aufmerksam. In diesem Jahr hat der europäische Dachverband nationaler Sprachtherapeutenverbände (cplol) die sprechmotorischen Störungen in den Mittelpunkt gestellt. Denn nicht nur das Beispiel von Prof. Seemann zeigt, wie sehr eine qualifizierte sprachtherapeutische Behandlung die gesellschaftliche Teilhabe der betroffenen Personen sichert. Prof Seemann hat übrigens ein ganz persönliches Fazit gefunden: „Never give up!“

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Inklusion und Sprachtherapie - Rückblick auf das 17. Wissenschaftliche Symposium des dbs

„Inklusion geht alle Sprachtherapeutinnen an!“ konstatiert eine Teilnehmerin des dbs-Symposiums, das am 26. und 27. Februar 2016 im Lichthof der Leibniz Universität Hannover stattfand. Eingeleitet durch das engagierte Grußwort von Verena Bentele, Beauftragte des Bundes für die Belange behinderter Menschen, war das Tagungsthema zuvor intensiv diskutiert worden.

 

Ulrike Diehl (Zentrum für Frühbehandlung und Frühförderung, Köln) und Cora Halder (Deutsches Down-Syndrom InfoCenter, Fürth) verdeutlichten mit ihren Vorträgen, dass bereits in der frühen Kindheit angesetzt werden muss, um Inklusion auch langfristig zu ermöglichen. Wie dies in Bezug auf die sprachtherapeutische Versorgung aussehen kann, hatten zuvor die universitären Gastgeberinnen der Tagung, Prof. Dr. Ulrike Lüdtke und Ulla Licandro, gemeinsam mit Prof. Mary Beth Schmitt aus den USA gezeigt: Dort ist die Durchführung von Sprachtherapie in inklusiven Kontexten bereits selbstverständlich, so dass wir uns von der internationalen Perspektive unbedingt inspirieren lassen sollten.

 

Medizinische Behandlungszentren für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB) sind ein Schritt in die richtige Richtung, berichtete Prof. Michael Seidel (AK Gesundheitspolitik der Fachverbände für Menschen mit Behinderungen). Ermöglicht durch das Versorgungsstärkungsgesetz sollen die MZEB dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen umfassend versorgt werden und so die größtmögliche Selbständigkeit und Teilhabe erreichen. Welche Rolle SprachtherapeutInnen dabei spielen können (und sollten!) wurde in der von Prof. Volker Maihack (dbs) moderierten Podiumsdiskussion pointiert herausgearbeitet.

 

Dr. Barbara Giel (Zentrum für Unterstützte Kommunikation, Moers) griff am Samstag die Idee der multiprofessionellen Zusammenarbeit auf und präsentierte Moderierte Runde Tische als wirkungsvolle Methode zur Erreichung gemeinsamer Ziele. Wie bei der Zielformulierung auch die Betroffenen einbezogen werden können, erläuterte Dr. Imke Niediek und bilanzierte: „Auf die Fragen kommt es an!“

 

Die Inklusion von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen steht im Mittelpunkt des Projektes „Perspektiven öffnen“. Alica Aßmann (Helene-Maier-Stiftung, Kreischa) berichtete von dem Beratungsangebot, das den Klienten z.B. Orientierung beim Übergang aus dem medizinischen System in langfristige Unterstützungsstrukturen oder bei der Rückkehr ins Arbeitsleben geben soll. Warum SprachtherapeutInnen dabei eine zentrale Funktion einnehmen, stellte Dr. Andrea Liehs (Zentrum für Unterstützte Kommunikation, Moers) dar: Gerade im nachschulischen Kontext ist die Kommunikationsfähigkeit ein wesentlicher Baustein erfolgreicher Teilhabe. Menschen mit Behinderungen sollten daher an ihrem Arbeitsort (z.B. in Werkstätten) sprachtherapeutisch unterstützt und begleitet werden.

 

Oft sind dafür allerdings andere Rahmenbedingungen nötig, betonte die dbs-Bundesvorsitzende Katrin Schubert in ihrem abschließenden Resümee: „Der dbs fordert daher, dass pädagogische und inklusive Einrichtungen für sprachtherapeutisches Fachpersonal geöffnet und angemessene Vergütungsstrukturen für die sprachtherapeutische Arbeit in Einrichtungen geschaffen werden.“

 

Die dbs-Standpunkte zur Inklusion finden Sie auch im Positionspapier „Inklusion als sprachtherapeutisches Aufgabenfeld“ und im neu erschienenen Flyer „Sprachtherapie und Inklusion unter http://inklusion.html.www.dbs-ev.de/inklusion.html. 

 

Prof. Dr. Michael Wahl
dbs-Bundesvorsitzender

Quelle: www.dbs-ev.de